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Fördergemeinschaft Teufelsburg e. V. 66802 Überherm-FelsbergBurgsteckbrief: Burg Altfelsberg,- Burg Neufelsberg / TeufelsburgIm Westen wird das Saarlouiser Becken begrenzt vom langgestreckten Bogen der Gau- hochfläche, die sich mit dem
Beruser Berg, Sauberg, Schloßberg, Humburg, Hansenberg und dem Limberg als Berg- Vorsprünge in das
Saarlouiser Becken hineinschieben. Der Hansenberg bei Wallerfangen und der Schloßberg bei Felsberg waren
durch die Geschichte ihrer Burgen mit dem Namen Felsberg eng verbunden. Beide Burgen geben mangels Pläne
und schriftlichen Lücken. immer noch Rätsel auf. BURG ALTFELSBERG, vermutlich auf dem Hansenberg gestanden. wurde erstmals am 18.10.1179 erwähnt. In der Bestätigungsurkunde der Abteigüter von Bouzonville durch Papst Alexander III. heißt es "Udo de Vellesper dedit in Beckerdorff idem dedit in Serechinga demedium mansum" (Udo de Vellesper hat in Beckerdorff und Serechinga die halbe Pacht bezahlt). Außer Verteidigungsaufgaben. diente sie der Stadt Wallerfangen bei Angriffen als Fliehburg, desweiteren oblag ihr die Sicherheit der Verkehrswege. Durch kriegerische Auseinandersetzungen zwischen dem Erzbischof und Kurfürsten Balduin von Trier (1303- 1354) und dem Wildgrafen Johann von Daun. wurde die Burg Altfelsberg 1341 restlos zerstört. Balduin gab dem Berg den Namen ,) Johannsberg". BURG NEUFELSBERG im Volksmund TEUFELSBURG genannt. wurde vermutlich nach dem Tode von Balduin zwischen 1354- 1390 erbaut. Die erste schriftliche Erwähnung ist 1370 zwischen dem Erbauer Herzog Jean I. (1346- 1390) von Lothringen und dem Ritter Arnold von Felsberg. Durch die Oberlehenshoheit des Bistums Trier auf das Areal der Burg Altfelsberg, wurde die Burg Neufelsberg an anderer Stelle aufgebaut. Auf dem Schloßberg bei Felsberg war diese Lehenshoheit nicht gegeben. so daß der Herzog von Lothringen über dieses Lehen frei verfügen konnte. BURGEINTEILUNG: Die Teufelsburg wurde als Kampfburg mit aller damals zur Verfiigung stehenden Kriegs und Verteidigungskunst in zwei Burganlagen gebaut. Der obere Burgteil (noch nicht freigelegt) hatte Überwachungs- und Verteidigungsaufgaben zur Ebene hin. während der untere Burgteil diese Aufgaben zum Tal hin übernahm. Als Baufundament diente der darunter liegende Fels. Der untere Burgteil ist bis auf die vermutliche Kapelle mit Krypta sowie Pulverkammer, freigelegt. die Fundamente sind sichtbar aufgemauert. Neben den Verteidigungsaufgaben oblag auch der Teufelsburg die Überwachung der Verkehrswege, gegebenenfalls wurde Geleitschutz vorgenommen. Zwischen den Burgteilen war eine Quelle im Fels zur Frischwasserversorgung, mittlerweile versiegt. Gesindehütten aus Holz. eine Verbindungsstraße nach Römerart gepflastert, Pferdetränken mit Zulaufrinnen zur Quelle, vermutliche Burgkapelle mit romanischer Krypta, römische Kultstätte, später Töpferei mit Tongruben und Zulaufrinne zur Quelle, westlicher Wehrturm und Tore als Abschluß. Unter der Verbindungsbrücke die Zufahrt vom Tal, mit Wehrtürmen. Abwehranlagen mit Schlüsselschiesscharten. Wehrgängen. Schildehaus, Chemisen. Burgverlies und massivem Toreinfahrtsbogen. An der Nordseite die Stallungen. Schmiede mit Sattelkammer- Wehrturm. Haupteingang, Fluchtturm. Vorraum mit Zysterne, Treppe zum Palas,1inks Treppenturm. Südostseite; Schlacht- und Backraum" über den einzelnen Gewerken die Unterkünfte, Wehrtürme, Mannschaftsräume. Westseite; Wehrtürme, Wehrgänge, Zugang zur Küche mit Treppe zum Palas, Zulauf zur Zysterne, Eingang zum Vorratskeller mit Kühlgruben. (Heute Museum). Die Dächer der Burganlagen waren mit Schiefer abgedeckt. so daß nur aus Schießscharten geschossen wurde, (ein großer Sicherheitsfaktor für den Verteidiger). Lebensmittel und Vorräte wurden aus dem nahegelegenen Hof Dülsdorf angeliefert. 1457 erhält Felsberg die Hohe Gerichtsbarkeit und durfte einen Galgen errichten. Die endgültige Zerstörung der Teufelsburg ist nicht bezeugt. Die letzte urkundliche Erwähnung ist 1699,
vermutliche Teilzerstörung; 1590 im Französisch-Lothringischem Krieg, und 1651 durch Marschall La Ferte, nachdem
die Franzosen 1676 an der Konzer Brücke mit Marschall Crequy, gegen die Reichstruppen eine Niederlage erlitten hatten
und die Franzosen sich langsam zurück zogen. ordnete Kriegsminister Louvois die Schleifung aller Befestigungen entlang
der Saar an. Der Beauftragte Marschall Conde' kam dieser Anordnung nur zögernd nach. so daß gegenüber anderen
Burgen die Zerstörung der Burg Neufelsberg / Teufelsburg nicht bezeugt wurde. Anmeldung zu Führungen:bei: Monika Podzierski. Metzerstraße 155, 66802 Überherrn-Felsberg
Tel: 06837- 74312 Handy: 0171-7460103 |
![]() Zeichnung der Burg |
![]() Herzog Johann I. v.Lothringen 1346-1390 |